Wer schützt unsere Lehrer vor einer solchen Dienstherrin?

Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin
Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin
Ich fordere Senatorin Scheeres auf, die von der Bildungsverwaltung beauftragte und von der Sigmund-Freud-Privatuniversität und der Humboldt-Universität durchgeführte Lehrerbefragung „Wie viel Vielfalt verträgt die Schule?“ sofort zurückzuziehen. Wenn die Bildungsverwaltung eine Umfrage verschickt haben sollte, deren Inhalt sie nicht kennt, wie sie jetzt behauptet, dann ist das ein Skandal. 

Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, erklärt:

„Ich fordere Senatorin Scheeres auf, die von der Bildungsverwaltung beauftragte und von der Sigmund-Freud-Privatuniversität und der Humboldt-Universität durchgeführte Lehrerbefragung „Wie viel Vielfalt verträgt die Schule?“ sofort zurückzuziehen. Wenn die Bildungsverwaltung eine Umfrage verschickt haben sollte, deren Inhalt sie nicht kennt, wie sie jetzt behauptet, dann ist das ein Skandal. Da die Befragung an ausgewählte Schulen ging, ist es aber schwer vorstellbar, dass die Bildungsverwaltung bei dieser Auswahl nicht beteiligt und damit nicht von Anfang an involviert war.

Wir sind fassungslos, wie Senatorin Scheeres die grundlegendsten Prinzipien ihrer Personalverantwortung missachtet: Es ist völlig unzulässig, seine Beschäftigten über ihre sexuelle Orientierung zu befragen und dabei auch noch Daten zu erheben, die problemlos Rückschlüsse auf die Identität der Befragten zulassen. Ich habe Vertrauen, dass die Lehrer, die die „ausdrückliche“ Aufforderung zur Teilnahme erhalten haben, Courage zeigen und dieses unzulässige Ansinnen entsprechend zurückweisen. Courage ist auch deshalb gefragt, weil die GEW als größte Lehrergewerkschaft in der Abfrage der sexuellen Orientierung und ihrer Zuordnungsmöglichkeit zu real existierenden Personen überhaupt kein Problem sieht. Wer soll sich angesichts solcher Zumutungen eigentlich noch für den Lehrerberuf in Berlin entscheiden? Als CDU-Fraktion werden wir in einem Parlamentsantrag fordern, dass dieses abstruse Vorgehen der Befragung gestoppt wird!“

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